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Geschichte des FechtensFechten gehört neben Boxen und Ringen zu den ersten Wettbewerben der Menschheit. Eine Art sportlichen Fechtens betrieb man schon in der Antike (im alten Griechenland und im römischen Reich) und in Afrika. Ursprünglich war das Fechten ein bewaffneter Kampf zweier Personen, bei dem Blankwaffen mit langer Klinge sowie Handschutz verwendet wurden. Das Fechten in der SchweizErwähnung der Existenz einer Fechtschule in Luzern im Jahre 1463, dann in Zürich, Baden, Freiburg und Solothurn; gegen Mitte des XVI. Jahrhunderts und darauf im Jahre 1570 Veröffentlichung von Büchern über das Fechten. Manche legen den Anfang des Fechtsports in der Schweiz in das Jahr 1818: Einführung des Fechtens in einem Zürcher Turnverein; der «Haudegen» in Zürich war der erste Ort, an dem eine echte Fechtausbildung stattfand. In Genf war die Gründung des ersten echten Fechtclubs im Jahre 1862. Im Tessin kam die Fechtausbildung im Jahre 1863 auf. Die ersten Turniere fanden bereits im Jahre 1897 statt, vor allem in der Romandie. Die erste offizielle Schweizer Meisterschaft wurde 1921 in Freiburg veranstaltet; der schweizerische Fechtverband wurde 1914 gegründet und setzte sich ausschliesslich aus Clubs der Romandie zusammen.
Fechten als olympische DisziplinFechten zählt zu den Gründungs-Sportarten von Athen 1896. In Athen standen drei Wettbewerbe auf dem Programm: Säbel, Florett sowie Florett für Fechtmeister. Degenfechten kam in Paris 1900, Mannschaftsfechten in Antwerpen 1920 dazu. Bei den Damen wurde das Florett 1924, der Degen 1986 und der Säbel 2000 eingeführt.
Waffen:Das FlorettDas Florett ist eine Stichwaffe, man kann nur Treffer mit der Klingenspitze erzielen. Die gültige Trefferfläche ist der ganze Rumpf: vom Hals bis zum Schritt, den Rücken eingeschlossen, mit Ausnahme der Arme, der Beine und des Kopfes. Das Florett wiegt um die 400 g und hat eine Länge von 110 cm. Traditionell beginnt ein Anfänger mit dem Florett und wählt seine bevorzugte Waffe später aus. Das Angriffsrecht hat der, welcher zuerst angreift, allerdings nur solange, bis sein Angriff durch eine Parade beendet ist und der Gegner zur Riposte ansetzt. Greifen beide Fechter gleichzeitig an und treffen beide (egal ob gültig oder ungültig), erhält keiner den Treffer. Der DegenDer Degen ist wie das Florett eine Stichwaffe. Aber hier kann man die gesamte Körperoberfläche, vom Kopf über die Hände bis zu den Füssen, treffen. Der Degen ist schwerer als das Florett, er wiegt um die 500 g bei einer Länge von 110 cm. In der Schweiz bevorzugen 2/3 der Fechter und Fechterinnen den Degen. Aus diesem Grunde wurden die grössten Erfolge des Schweizer Fechtsports, bei den Herren sowie bei den Damen, mit dem Degen erzielt. Beim Degen-Fechten gibt es kein Angriffsrecht wie im Florett und im Säbel. Beim Degen erhält derjenige den Treffer, welcher zuerst seinen Gegner trifft. Treffen beide Fechter gleichzeitig gibt es einen Doppeltreffer. Der SäbelDer Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe, das heisst, man kann mit der Schneide und mit der Spitze treffen. Der Säbel besitzt eine flache, biegsame Klinge. Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper inkl. Kopf und Arm, wobei allerdings der Schritt im Gegensatz zum Florett ausgeklammert ist. Das Säbelfechten ist in der Regel schneller als das Florettfechten. Wie beim Florett gibt es ein Angriffsrecht. Die Säbelglocke ist anders geschnitten und halbkugelförmig um die Hand gezogen. Das Gewicht des Säbels beträgt um die 500 g, seine Länge 105 cm. In der Schweiz steht diese Waffe für rund 400 Fechter, die sich auf etwa zehn Clubs verteilen. SchutzkleidungDie Fechtkleidung besteht aus Dyneema, Baumwolle und/oder Nylon (die Zahlen in den Klammern geben an, welche Kraft in Newton die entsprechende Kleidung ab dem Juniorenalter aushalten muss.
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